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Reithallenboden
Reitböden, Reitplatzbau



Reithallenboden Reithallenboden



Der Boden einer Reithalle muss in etwa den selben Belastungen standhalten wie eine Außenreitanlage. Der Reithallenboden muss elastisch, aber rutschfest sein. Er darf nicht zu tief, aber auch nicht zu fest sein. Natürlich soll der Boden wirtschaftlich sein – langlebig, pflegeleicht und problemlos zu entsorgen. Allerdings ist ein Reithallenboden nicht im gleichen Maße der Witterung ausgesetzt, wie ein Reitplatzboden. Das ist natürlich von der Bauweise der Reithalle (beispielsweise offene oder geschlossene Seiten) abhängig.

Da die Staubentwicklung in Reithallen stärker noch als im Freien zu gesundheitlichen Problemen bei Pferd, Reiter und auch Reitlehrer führen kann, sollten Sie für eine ausreichende Beregung des Hallenbodens sorgen. Dies kann entweder automatisch über Beregnungssysteme erfolgen oder nach Bedarf mit dem einfachen Gartenschlauch. Daneben haben Sie auch die Möglichkeit, feuchtigkeitsbindende Materialien in die oberste Materialschicht, die Tretschicht, einzuarbeiten.

Ein Reithallenboden besteht aus mehreren verschiedenen Materialschichten. Wenn Sie einen Neubau vornehmen, sollten Sie etwa 70 cm Gesamtbodentiefe einplanen. Auf das Hallenfundament können Sie eine bis zu 2 cm hohe Schicht Sand aufschütten, um eventuelle Höhenunterschiede auszugleichen.

Darauf sollte eine etwa 30 cm starke kapillarbrechende Schicht aufgetragen werden, falls das Hallenfundament dies notwendig macht. Diese Schicht kann beispielsweise aus Kalkschotter mit einem Durchmesser von etwa 30 – 55 mm bestehen. Sie sorgt dafür, dass keine Feuchtigkeit aus dem Hallenuntergrund in die oberen Materialschichten aufsteigen kann.

Die eigentliche Tragschicht sollte mindestens 20 cm stark sein und aus gestampftem Lehmboden bestehen. Dieser sollte feucht eingebracht werden, aber vor dem Aufbringen der weiteren Schichten etwa 14 Tage abtrocknen und mit einer Walze eingeebnet werden. Der gestampfte Lehm macht den Reithallenboden sehr elastisch, aber trittsicher.

Alternativ zu einem Lehmboden, kann beispielsweise auch Brechsand (maschinell hergestellter Sand) eingebracht werden, der aber einige Nachteile mit sich bringt. Er ist nicht elastisch, bringt wenig Trittsicherheit und vermischt sich relativ schnell mit den oberen Materialschichten.

Falls das Fundament Ihrer Reithalle schon aus gestampftem Lehmboden besteht, kann dieses unter Umständen schon als Tragschicht fungieren.

Das Aufbringen einer Trennschicht ist im Reithallenbau zumeist nicht notwendig. Wenn sowohl die Trag- als auch die Tretschicht aus Sand besteht, kann es unter Umständen sinnvoll sein, Vliesbahnen als Trennschicht einzusetzen, damit sich die Materialien nicht miteinander vermischen.

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Die Tretschicht ist etwa 10 cm stark und besteht Idealerweise aus „Reithallensand“. Dieser Sand ist steinfrei und hat einen hohen Lehmanteil, der eine hochgradige Trittsicherheit gewährleistet. Durch verschiedene Materialbeimischungen können die Eigenschaften der Tretschicht noch verändert werden. Die gängigste Variante ist die Beimischung von Hobelspänen, welche die Elastizität des Bodens noch erhöhen.


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