Reitplatzbau
Erkundigen Sie sich vor dem Reitplatzbau bei Ihrer zuständigen Baugenehmigungsbehörde, ob eine Genehmigung erforderlich ist.
Ein Reitplatz muss diverse Eigenschaften in sich vereinen: Der Boden darf weder zu hart, noch zu tief sein. Er darf nicht schlammig sein, aber auch nicht staubig. Er muss den Pferden guten Halt geben und darf die Gelenke nicht belasten. Idealerweise ist der Reitplatz bei jeder Witterung einsatzbereit, leicht zu pflegen und langlebig.
Die Ansprüche an Ihren zukünftigen Reitplatz bestimmen, wie Sie den Reitplatzbau gestalten können. Je nachdem, ob Sie den traditionellen Reitsand oder moderne Hightech-Materialien verwenden, variieren auch die Kosten für die Planung und den Bau des Reitplatzes.
Auch wenn es natürlich mannigfaltige Gestaltungsvarianten gibt – der allgemeine Aufbau eines Reitplatzes besteht aus vier Schichten: dem Unterboden, der Tragschicht, der Trennschicht und der Tretschicht.
Der Unterboden sollte Idealerweise nicht mehr als ein bis zwei Prozent Gefälle aufweisen.
Reitplatzbau im 3-Schicht-System
Die Tragschicht ist die unterste Schicht. Sie sollte mindestens 15 cm Höhe umfassen. Ihre Aufgabe ist es, den darüber liegenden Schichten eine ausreichende Stabilität zu geben und überschüssiges Wasser abzuleiten. Schotter oder Baurecyclingmaterial mit einem Durchmesser von etwa 4 cm sind ein gutes Fundament.
Die Trennschicht sorgt dafür, dass sich die Trag- und Tretschicht nicht miteinander vermischen. Dafür ist beispielsweise eine etwa 5 cm hohe Schicht mit feinem Kies geeignet, die gut festgewalzt werden muss. Einige Hersteller bieten auch spezielle Bahnen aus Vlies an, die überlappend verlegt oder miteinander vernäht werden. Diese Variante hat allerdings den Nachteil, dass die Bahnen verrutschen oder zerreißen können, wenn sie großen Belastungen ausgesetzt werden. (z. B. beim Springen)
Relativ neu beim Reitplatzbau ist die Verwendung von Gittersystemen, welche die Aufgaben der Trag- und der Trennschicht übernehmen. Diese werden direkt auf den Unterboden installiert und darauf wird die Tretschicht aufgebracht. Das Gitter gewährleistet die Stabilität des Bodens. Einige Modelle sind auch drainagefähig. Eine Versiegelung des Untergrundes findet nicht statt. Gittersysteme verrotten nicht und sind daher sehr langlebig.
Die klassische Tretschicht besteht aus einer etwa 10 cm hohen Schicht Sand oder einer Mischung aus Reitsand und Vlies oder Spänen.
Sie haben auch die Möglichkeit, Fertigmischungen für den Reitplatzbau zu verwenden, die genau auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt sind – für Dressur, Springen, Westernreiten oder private Zwecke, wie zum Beispiel Reiterspiele oder einfach Hobbyreiten.
Weitere interessante Beiträge zum Thema Reitplatzbau:




