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Tretschicht Reitplatz
Reitböden, Reitplatzbau



Tretschicht Reitplatz Tretschicht Reitplatz



Die Tretschicht eines Reitplatzes ist die oberste Materialschicht. Sie kommt also direkt mit den Hufen der Pferde in Berührung. Umso wichtiger ist es, dass Sie beim Einbringen der Tretschicht die richtigen Materialien verwenden. Dabei müssen Tretschichten für Außen-Reitanlagen anderen Anforderungen genügen als Hallenböden.

Tretschichten im Außenbereich sind vor allem stärker der Witterung ausgesetzt. Regen, Schnee, Hitze – der Reitplatz sollte trotzdem möglichst ganzjährig bereitbar sein und darf dabei nicht verschlammen oder gefrieren. Zwar hat die Tretschicht den Löwenanteil daran, ob dies gelingt. Trotzdem spielt auch die Beschaffenheit der Tragschicht und der Trennschicht des Reitplatzes dabei eine große Rolle.

Die ideale Tretschicht für Reitplätze vereint viele Eigenschaften: Das verwendete Material sollte zum einen staubarm sein, um die Gesundheit von Mensch und Tier nicht zu gefährden. Genauso wichtig für die Gesundheit der Pferde ist ein elastischer, griffiger Boden, der beim Reiten einen festen Halt bietet. Zu fest oder zu weich darf er wiederum auch nicht sein, andernfalls werden die Gelenke zu sehr belastet. Auch hat beispielsweise ein Barhuf-Pferd in der Regel andere Ansprüche an die Tretschicht als ein beschlagenes Pferd.

Das verwendete Material sollte langlebig und leicht zu pflegen sein, aber auch einfach zu entsorgen, falls notwendig. Also hängt die Materialwahl auch davon ab, ob Sie zur Pflege Maschinen einsetzen, wie oft Sie die Tretschicht erneuern möchten und wie kostenintensiv die Entsorgung sein darf. Sie können davon ausgehen, dass langlebige (synthetische) Materialien eine eher kostenintensive Entsorgung nach sich ziehen. Reine Naturmaterialien halten nicht ewig, aber sie können einfacher entsorgt werden.

Schlussendlich stellt sich natürlich auch die Frage, welchen Anforderungen die Tretschicht genügen muss. Benötigen Sie einen zweckmäßigen Freizeit-Reitplatz? Soll der Reitplatz professionellen Trainings- oder sogar Turnier-Ansprüchen genügen? Wie häufig wird der Platz beritten und für wie viele Pferde muss er ausgelegt sein?

Aber welche Materialien sind denn nun als Tretschicht geeignet?

Eine etwa zehn Zentimeter hohe Sandschicht ist für die Verwendung als Tretschicht geradezu klassisch. Auf dem Markt sind Spezialsande für den Reitplatzbau erhältlich, die beispielsweise einen besonders hohen Lehmanteil haben oder fast zu 100 % aus reinem Quarz bestehen. Im Winter friert reiner Sand allerdings sehr schnell fest – der Platz ist nicht mehr gefahrlos bereitbar. Um Ihren Reitplatz ganzjährig benutzbar zu machen, sollten Sie zumindest unbehandelte Hobelspäne untermischen.

Um die Qualität und Langlebigkeit der Tretschicht weiter zu erhöhen, können Sie weitere bzw. andere Materialien beimischen. Dabei handelt es sich zumeist um unverrottbare synthetische und mineralische Materialien. Das sind beispielsweise Textilschnitzel (Vlies), Polypropylenfasern oder bestimmte Mineralgele, die unter anderem feuchtigkeitsbindend und staubdämmend sind oder der Bildung von Schimmelpilzen entgegenwirken können.


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